…und schon wieder geht ein Schuljahr zu Ende.

Es war ein verrücktes Jahr, welches ab Mitte März von vielen Verunsicherungen, Ängsten, Hygiene- und Abstandsregeln dominiert wurde.

Homeoffice und Homeschooling bestimmten über mehrere Wochen und Monate unseren Alltag. Umso schöner war es, dass ab 20. April wieder etwas Normalität einkehrte und die ersten Schülerinnen und Schüler und wir als pädagogisches Personal wieder in die Altstadtschule durften.

Doch auch hier war der Schulalltag nicht mehr derselbe.

Die Klassen wurden geteilt und der Unterricht fand nur aller zwei Tage statt – mit Mund- und Nasenschutz, aber ohne jegliche Gruppenaktivitäten und Kontakte. Sämtliche Wandertage, Klassenfahrten und sonstige schulische Veranstaltungen wurden abgesagt. Eine richtige Freude und Motivation wollte nicht aufkommen und jeder fieberte den Sommerferien entgegen, um wieder neue Kraft und Energie zu tanken.

Dies nahmen wir zum Anlass und planten im Rahmen der Schulsozialarbeit eine Ferienbetreuung für die zweite Woche. In Kleingruppen von maximal 10 Personen zuzüglich einer Betreuerin war dies Corona-konform und ausdrücklich gewünscht.

Unsere Woche startete am Dienstag mit einem gemeinsamen, gemütlichen Frühstück, gefolgt von kreativen und spielerischen Aktivitäten in der Schule.

Am Mittwoch wurde es bei einer Spaßolympiade sportlich und der Ehrgeiz beider Teams war schnell geweckt. Die Mädchen traten gegen die Jungs an und mussten sich unter anderem beim Sackhüpfen, Eierlaufen, Kirschkernweitspucken, Teebeutelweitwurf, Wassertransport und weiteren Sport- und Geschicklichkeitsspielen beweisen. Erinnerungen an die Geburtstagsfeiern in der Kindheit wurden wach. Am Ende siegten die Jungs mit nur zwei Punkten Vorsprung. Als Belohnung gab es für alle einen kühlen, selbst gemixten und natürlich alkoholfreien Cocktail. Zum Mittag wünschten sich die Kids Pizza und konnten aus jeder Menge frischer Zutaten ihre eigene Kreation zubereiten.

Der Donnerstag sollte uns eigentlich nach Chemnitz ins Kino führen. Leider fanden in diesem Jahr keine Vormittagsvorstellungen in den Ferien statt und so planten wir kurzerhand um. Da die Sonne für uns schien, machten wir uns auf ins Jahnsdorfer Freibad. Dort gab es mehr als genug Möglichkeiten, einen tollen Ferientag zu verbringen: Rutschen, Sprungtürme, Tischtennisplatten, Wiesen für Fußball oder einfach nur ein Becken zum Schwimmen und Toben. Für jeden war etwas dabei.

Unseren letzten Tag verbrachten wir auf dem wunderschönen Gelände des Walkteiches und ließen die Ferienwoche im Grünen mit einem Picknick ausklingen.

Nach dieser schönen Woche mit euch, bleibt mir nur noch, euch für die nächsten Wochen erholsame Ferien zu wünschen und zu hoffen, dass das Schuljahr für alle gut beginnen kann.

Manuela Pechfelder

(Schulsozialarbeit an der Altstadtschule Stollberg / Träger: Lebenshilfe Stollberg gGmbH)